der herbstliche Gipfel des Gumpeneck

Das Gumpeneck im Sölktal

Das Gumpeneck – Ein Herbsttraum im Großsölktal

Das Gumpeneck (2.226 m) zählt für mich immer wieder zu den schönsten Touren in den Schladminger Tauern. Besonders im Herbst entfaltet der Berg seinen ganz besonderen Zauber: Die Schwarzbeerensträucher legen sich in ein rotbraunes Kleid, und im unteren Bereich leuchten die goldenen Lärchen in der Sonne.

Oben am Gipfel begleitet einen das Röhren der Hirsche, die ab Ende September ihre Stimmen erheben und damit die wilde Seite der Natur spürbar machen. Spätestens im Oktober lohnt es sich, eine Jause mitzunehmen, am besten an einem windstillen Plätzchen, und sich bewusst Zeit für die kleinen Wunder ringsum zu nehmen: den Blick in die Weite, die Farben der Landschaft, das Spiel von Licht und Schatten.

Das Gumpeneck ist mehr als nur ein Gipfel – es ist ein Erlebnis für alle Sinne, besonders im Herbst.

Mit dem Auto fährt man von Stein an der Enns in das Großsölktal bis kurz vor dem Naturparkhaus Schloß Großsölk, wo auf der linken Seite eine kleine Straße bis zum Gehöft Koller führt. Dort lassen wir auf dem vorhanden Parkplatz (1090 m) das Auto stehen und folgen nun kurz der asphaltierten Straße, die aber bald zu einem alten Forstweg übergeht.

Genusswandern auf das Gumpeneck

Aufstieg zum Gumpeneck

Langsam und gemächlich folgen wir dem Forstweg durch den Wald, bis wir die Schönwetterhütte auf 1.442 m erreichen. Sie ist bewirtschaftet und lädt mit einer gemütlichen Einkehr zum ersten Krafttanken ein.

Von dort geht es steiler bergauf über weite Almwiesen zur Gumpenalm, einem wunderschönen Kar, das sich unterhalb des Gipfels ausbreitet. Rechter Hand erblickt man die traditionsreiche Walcher Alm, die seit über 300 Jahren besteht und heute noch mit typischen Schmankerln und Spezialitäten lockt – ein idealer Platz für eine Einkehr beim Abstieg.

Vorbei an einem kleinen Sommergehöft zieht sich der Weg weiter durch das Kar hinauf auf den bewaldeten Hügelgrat. Hier öffnet sich der Blick, und Schritt für Schritt begleiten uns bereits fantastische Ausblicke in die Schladminger Tauern. Der finale Abschnitt zum Gipfel wird noch einmal steiler, doch wir lassen uns Zeit, genießen die Ruhe und das Panorama, bis wir schließlich den Gipfel des Gumpeneck (2.226 m) erreichen.

Blick vom Gumpeneck im Herbst
Auf dem Weg zum Gumpeneck


Goldener Herbst

Diese Wandertour ist gerade im Herbst eine, der vielen Touren, die man gemacht haben sollte. Aber gerade das Gumpeneck ist ein Berg, der zu beinahe jederzeit etwas ganz Besonderes ist. Ein noch zahlreiche Fauna und Flora, die man bewundern und bestaunen kann, gibt mir immer wieder einen Grund diese Wandertour zu unternehmen.

Der Rückweg ist in der Regel derselbe. Eine wunderschöne Alternative bietet der Rundweg über den „Zinken“ an. Zuerst steigt man steil bergab in Richtung Norden über einen ungesicherten Weg, der mit Vorsicht begangen werden sollte. Er ist zwar markiert, man steigt aber über loses Gestein und Geröll ab. Anschließend geht es wieder ein Stück bergauf, auch dort ist Trittsicherheit und ein wenig Schwindelfreiheit nötig. Hat man den höchsten Punkt erreicht, folgt man nun einem wunderschönen, einfachen Weg durch Schwarzbeerenfelder für 1,5 Stunden bis zur Abzweigung „Schupfenriedl“. Von dort links weg, zurück zu unserm Aufstiegsweg.

Die Wanderung auf das Gumpeneck bietet mehrere Varianten. Man kann auch gut durch das Kar über einen gut ersichtlichen Wanderweg absteigen. Die Wege sind ab dem Punkt wo man das Kar erreicht gut ersichtlich und man kann kurzfristig umplanen. 

Hier noch ein paar Fakten über diese Wanderung

 

  • Lage: Ennstaler Alpen, Schladminger Tauern, Steiermark.

  • Höhe: 2.226 m.

  • Bedeutung: Höchster Gipfel der Wölzer Tauern.

  • Lagebezug: Zwischen Donnersbach und Schladming-Dachstein, in der Nähe von Gröbming und dem Sölktal.

  • Charakter: Beliebter Aussichtsberg mit weitem Panoramablick – bei gutem Wetter bis zum Dachstein, den Hohen Tauern und ins Ennstal
    Beliebtheit: Sowohl Sommer- als auch Winterziel (Schitouren). Im Winter eine der klassischen Skitouren der Region.

  • Schwierigkeit: Mittlere Wanderung; Trittsicherheit nötig, aber technisch nicht schwierig.

  • Geologie: Teil der Schladminger Tauern, die vorwiegend aus Glimmerschiefer und Gneis bestehen.

  • Name: „Gumpen“ bedeutet Senke oder Mulde, was auf die Form des Berges hindeutet.

Die Gehzeit für die ganze Runde ist mit 7,5 Stunden angegeben. Für den normalen Aufstieg auf den Gipfel, sind zwischen 3 und 4 Stunden zu veranschlagen und für den Abstieg rund 3 Stunden. Die Wanderung ist unschwierig, aber Trittsicherheit und Kondition nötig und 1150 Meter im Austieg.

Tourenfakten Gumpeneck (2.226 m)

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Kollergehöft

  • Höhenunterschied: ca. 1.150 hm

  • Aufstieg: 3–4 Stunden

  • Abstieg: ca. 3 Stunden

  • Gesamtdauer (Rundtour): etwa 7,5 Stunden

  • Schwierigkeit: technisch unschwierig, aber gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich

  • Charakter: abwechslungsreiche Bergtour mit wunderbaren Ausblicken auf die Schladminger Tauern, den Dachstein und die Hohen Tauern