Trekking Schritt für Schritt ins Abenteuer

Unterwegs sein, Erleben, Ankommen,

Trekking bedeutet für mich....

Trekking bedeutet für mich nicht, möglichst schnell von einem Ort zum nächsten zu kommen. Es bedeutet, mehrere Tage unterwegs zu sein, den eigenen Rhythmus zu finden und eine Landschaft Schritt für Schritt kennenzulernen.

Dabei muss man weder Extremsportler sein noch jeden Tag neue Rekorde aufstellen. Ganz im Gegenteil. Ich habe gelernt, dass gerade beim Trekking oft diejenigen mehr erleben, die sich Zeit lassen. Für einen Kaffee am Wegesrand, ein Gespräch mit Menschen oder einfach für einen Moment, in dem man stehen bleibt und die Landschaft genießt.

Ob eine mehrtägige Tour durch die Alpen oder mehrere Wochen im Himalaya – für mich liegt der Reiz darin, dass der Weg selbst zum eigentlichen Erlebnis wird.

Brücke nach Langtang Kyanging gomba

Was ist Trekking?

Trekking ist für mich eigentlich nichts anderes als Wandern über mehrere Tage. Statt am Abend wieder am Ausgangspunkt zu sein, geht es am nächsten Morgen einfach weiter. Übernachtet wird unterwegs – je nach Region in einer Hütte, einem einfachen Gästehaus, einer Lodge oder manchmal auch im Zelt.

Dabei muss Trekking nicht automatisch extrem oder besonders anstrengend sein. Es gibt gemütliche Touren ebenso wie anspruchsvolle Trekkingreisen über mehrere Wochen und in große Höhen.

Der größte Unterschied zum normalen Wandern ist für mich aber ein anderer: Man ist wirklich unterwegs. Alles, was man für die nächsten Tage braucht, ist dabei und der Alltag rückt mit jedem Schritt ein bisschen weiter weg.

Und genau das macht für mich den besonderen Reiz des Trekkings aus.

Welches Trekking passt zu mir?

Nicht jede Trekkingtour muss gleich über hohe Pässe führen oder mehrere Wochen dauern. Entscheidend ist, dass die Tour zu dir, deiner Kondition und deinen Erwartungen passt.

Für den Einstieg kann eine zwei- oder dreitägige Tour mit überschaubaren Tagesetappen genau richtig sein. Wer bereits regelmäßig wandert und mehrere Stunden am Tag gut unterwegs sein kann, darf sich auch an längere Touren wagen.

Dabei würde ich weniger auf die Kilometer schauen als auf Höhenmeter, Gehzeit, Höhe, Wegbeschaffenheit und die Möglichkeiten zur Erholung. Zehn Kilometer können gemütlich sein – oder verdammt anstrengend.

Und etwas habe ich beim Trekking gelernt: Man muss niemandem etwas beweisen. Lieber eine Tour wählen, bei der noch Zeit und Kraft bleiben, die Landschaft, Begegnungen und kleinen Momente unterwegs zu genießen, als jeden Abend völlig erschöpft im Quartier anzukommen.

Denn am Ende ist nicht entscheidend, wie schwierig eine Trekkingtour war, sondern was du von ihr mit nach Hause nimmst.

Vorbereitung und Kondition - wie fit sollte ich sein ?

Du musst kein Leistungssportler sein, um eine mehrtägige Trekkingtour zu schaffen. Eine vernünftige Grundkondition ist natürlich hilfreich, viel wichtiger ist für mich aber, dass sich dein Körper daran gewöhnt, mehrere Stunden hintereinander unterwegs zu sein – und am nächsten Morgen wieder die Wanderschuhe anzuziehen.

Die beste Vorbereitung ist deshalb ziemlich einfach: gehen, wandern und regelmäßig Höhenmeter machen. Beginne einige Wochen oder besser Monate vor einer längeren Tour und steigere langsam die Dauer deiner Wanderungen. Auch zwei längere Wandertage hintereinander sind eine gute Vorbereitung, denn genau diese Belastung erwartet dich später beim Trekking.

Dabei würde ich mich nicht verrückt machen. Du musst vor einer Trekkingreise keinen Marathon laufen und auch keine bestimmten Trainingswerte erreichen. Eine Tour sollte immer so gewählt werden, dass sie zu deiner persönlichen Kondition passt.

Mein persönlicher Tipp: Trainiere nicht nur für das Ankommen. Bereite dich so vor, dass du unterwegs noch genügend Kraft hast, um die Landschaft, die Menschen und die vielen kleinen Momente zu genießen. Denn genau dafür sind wir schließlich unterwegs.

Ausrüstung, Sicherheit und meine eigene Erfahrungen

Beim Trekking muss nicht jedes Ausrüstungsteil das teuerste oder leichteste am Markt sein. Viel wichtiger ist, dass du dich auf deine Ausrüstung verlassen kannst und sie bereits vor der Reise ausprobiert hast. Gut eingelaufene Wanderschuhe, passende Kleidung für unterschiedliche Wetterbedingungen, Regenschutz und ein Rucksack, der wirklich zu dir passt, sind für mich wesentlich wichtiger als die neueste Hightech-Ausrüstung.

Auch beim Thema Sicherheit hilft oft der gesunde Menschenverstand. Wetter beobachten, die eigenen Kräfte richtig einschätzen und rechtzeitig umdrehen, wenn die Bedingungen nicht passen. Gerade auf längeren Touren sollte man sich nicht von einem geplanten Tagesziel unter Druck setzen lassen. Ein zusätzlicher Ruhetag oder eine geänderte Route können manchmal die beste Entscheidung der ganzen Reise sein.


Viele dieser Dinge habe ich erst auf meinen eigenen Touren gelernt. Mit jeder Trekkingreise merkt man ein bisschen besser, was man wirklich braucht – und was man jahrelang völlig umsonst im Rucksack herumgetragen hat. Auch Fehler gehören dazu. Entscheidend ist für mich, daraus zu lernen und die nächste Tour ein Stück besser vorzubereiten.


Meine Erfahrungen stammen dabei nicht nur aus dem Himalaya. Ob eine mehrtägige Tour in den Alpen oder ein Trekking durch Nepal: Die Grundregeln bleiben erstaunlich ähnlich. Gut vorbereitet starten, flexibel bleiben und niemals vergessen, warum man eigentlich unterwegs ist.

Denn am Ende sind es selten die Kilometer oder Höhenmeter, an die ich mich am längsten erinnere. Es sind die Landschaften, die Begegnungen und oft die kleinen ungeplanten Momente dazwischen.

Trekking in Nepal - unterwegs im Himalaja

Nepal war für mich der Ort, an dem aus Wandern irgendwann echte Leidenschaft fürs Trekking wurde. Natürlich sind es zunächst die gewaltigen Berge, die einen in den Himalaya ziehen. Doch schon nach wenigen Tagen merkt man, dass eine Trekkingreise durch Nepal viel mehr zu bieten hat.


Du wanderst durch kleine Bergdörfer, überquerst Hängebrücken, übernachtest in einfachen Lodges und begegnest unterwegs Menschen, die das Erlebnis mindestens genauso prägen wie die Landschaft. Mit jedem Tag verändert sich die Umgebung – und irgendwann wird aus einer Trekkingtour eine Reise, die man so schnell nicht mehr vergisst.


Ob Langtang Valley, Gosaikunda, Manaslu oder die Everest-Region: Jede Gegend hat ihren eigenen Charakter. Welche Region zu dir passt, wann die beste Reisezeit ist und was eine Trekkingreise kostet, habe ich in meinem ausführlichen Nepal-Guide zusammengefasst.

Trekkingwissen, Touren & persönliche Erfahrungen

Vieles rund ums Trekking lässt sich nicht in wenigen Absätzen erklären. Deshalb findest du in meinen Beiträgen ausführliche Tipps zur Vorbereitung und Ausrüstung, persönliche Erfahrungen sowie Berichte über Touren, die ich selbst gegangen bin.

Vielleicht ist ja auch die eine oder andere Idee für dein nächstes Abenteuer dabei.

Einige Grundlegende Fragen über das Trekking in Nepal!

Was ist der Unterschied zwischen Wandern und Trekking?

Kurz: Wandern meist Tagestour, Trekking mehrere Tage mit wechselnden Übernachtungsorten.

Grundkondition ja, Leistungssportler nein. Tour muss zur eigenen Kondition passen.

Regelmäßig wandern, Höhenmeter sammeln und vor allem auch mehrere längere Wandertage hintereinander trainieren. → zum Blogbeitrag für deine richtige Vorbereitung.

Sehr interessante Einsteigerfrage. Hier können wir auch unterscheiden zwischen selbst getragenem Gepäck und Touren mit Porter.

Schuhe, Rucksack, Wetterschutz, Schichtenprinzip etc. – aber kurz halten. Daraus entsteht später ein eigener großer Artikel.

Unbedingt – wenn Schwierigkeit, Tagesetappen und Höhenmeter vernünftig gewählt werden.